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Dr. Duncan Greig

Forschungsgruppenleiter

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Max-Planck-Forschungsgruppe Experimentelle Evolution (Greig)

Max-Planck-Forschungsgruppe Experimentelle Evolution

In ihren Experimenten untersucht die unabhängige Forschungsgruppe Experimentelle Evolution evolutionäre und ökologische Prozesse. Oft wird die Evolution als ein langsamer Prozess gesehen, aber bei Mikroben mit kurzen Reproduktionszeiten und großen Populationen kann der Evolutionsprozess im Labor in kurzer Zeit nachvollzogen werden.

Bäckerhefe, Saccharomyces cerevisiae, ist ein idealer Modellorganismus für Evolutionsexperimente. Ihr Genom ist bestens erforscht und kann genetisch leicht manipuliert werden. Sie kann rasch haploid oder mit mehreren Chromosomensätzen wachsen und sich sexuell oder asexuell fortpflanzen. Ihre Zellen können Gifte absondern, die konkurrierende Zellen töten, oder auch Zucker, die Zellen beim Wachstum unterstützen. Sexzellen umwerben potentielle Partner mit einem ausgeklügelten Signalsystem ihrer Pheromone. Saccharomyces cerevisiae kann sich auch mit der nah verwandten Spezies Saccharomyces paradoxus paaren. Die Hybridnachkommen sind lebensfähig, aber steril. Wilde Saccharomyces paradoxusa findet sich in der Natur in der ganzen Welt auf der Rinde und den Blättern von Eichen. Sie wird für das Studium der Genetik von Populationen immer wichtiger.

Wir benutzen Saccharomyces-Hefen im Labor, um die soziale Interaktion, das sexuelle Signalsystem und die Speziation zu untersuchen. Auch Lebensumstände, Lebenszyklus und Naturgeschichte wilder Saccharomyces paradoxus sind Gegenstände unserer Untersuchungen. Wir entwickeln dabei neue Methoden wie zum Beispiel die metagenomische Analyse von Mikrobengemeinschaften in Eichen oder die Kultivierung von Hefen unter natürlichen Bedingungen.

Mehr Informationen hier: www.evolbio.mpg.de/expevolution

 
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