Wissenschaftlerinnen aus aller Welt zu Gast in Plön

Internationaler Workshop „Women in Evolutionary Biology II“ brachte rund 80 Teilnehmende an das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie

8. Juni 2026

Für drei Tage wurde Plön zu einem Treffpunkt der internationalen Evolutionsbiologie. Vom 1. bis 3. Juni fand am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie der Workshop „Women in Evolutionary Biology II“ statt. Rund 80 Teilnehmende, darunter Organisatorinnen, eingeladene Hauptrednerinnen und Forschende aus verschiedenen Ländern, kamen zusammen, um aktuelle Fragen der Evolutionsbiologie zu diskutieren und sich über Erfahrungen, Karrierewege und Perspektiven von Frauen in der Wissenschaft auszutauschen.

Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe im Jahr 2024 war es bereits die zweite Auflage dieses Formats. Das Programm verband wissenschaftliche Vorträge, Kurzpräsentationen, Postersitzungen und Diskussionsrunden mit viel Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung. Gerade dieser offene Austausch war ein zentrales Anliegen des Workshops: Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Karrierestufen konnten miteinander über Forschung sprechen, aber auch über Themen, die im normalen Konferenzbetrieb oft weniger sichtbar sind.

Eröffnet wurde der Workshop durch eine kurze Begrüßung des Geschäftsführenden Direktors Arne Traulsen. Anschließend stellten die Max-Planck-Gruppenleiterinnen Nathalie Feiner, Linda Odenthal-Hesse, Hildegard Uecker und Markéta Kaucká ihre Forschungsgruppen vor und gaben den Gästen einen Einblick in die Arbeit am Plöner Institut.

Die internationale Ausrichtung zeigte sich besonders bei den Keynote-Vorträgen: Zu den eingeladenen Sprecherinnen gehörten Catalina Chaparro-Pedraza von der Universität Basel/Eawag in der Schweiz, Marjon de Vos von der University of Groningen in den Niederlanden, Tiana Kohlsdorf von der University of São Paulo in Brasilien, Laura Nuño de la Rosa vom Institute of Philosophy des spanischen Forschungsrats CSIC, Kateryna Makova von der Penn State University in den USA sowie Laasya Samhita von der Ashoka University in Indien.

Die Beiträge machten deutlich, wie breit die moderne Evolutionsbiologie heute aufgestellt ist: von molekularen und genomischen Fragen über Entwicklungsbiologie und Ökologie bis hin zu wissenschaftsphilosophischen Perspektiven auf Evolution. Gleichzeitig zeigte der Workshop, wie wichtig Räume sind, in denen Wissenschaftlerinnen nicht nur Forschung präsentieren, sondern auch offen über Erfahrungen, Herausforderungen und Unterstützung in der Wissenschaft sprechen können.

Die Resonanz der Teilnehmenden war entsprechend positiv. Viele lobten die offene Atmosphäre, die Qualität des Programms und die Möglichkeit, sich in einem unterstützenden Umfeld zu vernetzen. Für das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie ist der Workshop zugleich ein Beispiel dafür, wie internationale Spitzenforschung und persönlicher Austausch auch im kleinen Plön zusammenkommen können.

Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam Amanda de Azevedo-Lopes, Halley Cano-Fernandez, Linda Kappes, Manasvi Balachandran, Rajalekshmi N. Sarma, Stella M. Kyomen und Hildegard Uecker. Nach drei erfolgreichen Tagen ist die Vorfreude auf eine nächste Ausgabe von „Women in Evolutionary Biology“ bereits groß.

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