Kondolenz

Falls Sie Martin Kalbes Familie kondolieren oder dem Institut schreiben möchten, können Sie dies über folgende Adresse tun:
condolences@evolbio.mpg.de

Die hier eingegangenen Nachrichten werden in das Kondolenzbuch des Instituts einfliessen, welches der Familie von Martin Kalbe übergeben wird.

Trauer um Martin Kalbe

Das Max Planck Institut für Evolutionsbiologie trauert um seinen langjährigen Mitarbeiter, Kollegen und Freund Martin Kalbe.

7. Mai 2018

Dr. Martin Kalbe (1964 - 2018) Bild vergrößern
Dr. Martin Kalbe (1964 - 2018)

Nach schwerer Krankheit ist Martin Kalbe am 05. Mai 2018 im Alter von nur 53 Jahren verstorben.

„Der Tod von Martin Kalbe hat uns tief bestürzt“, sagt der Geschäftsführende Direktor Arne Traulsen und spricht damit für die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts. „Martin Kalbe war ein großartiger Wissenschaftler, Kollege und Mensch. Er hat unser Institut auf vielen Ebenen über Jahrzehnte hinweg und so lange er konnte, ja sogar darüber hinaus, unterstützt. Dafür sind wir Martin Kalbe zutiefst dankbar. Unser ganzes Mitgefühl gilt jetzt seiner Familie und seinen Angehörigen.“

Martin Kalbes starke und herausragende Persönlichkeit motivierte und unterstützte insbesondere Doktorierende und junge Forschende. Auch für die Auszubildenden des Instituts setzte er sich aktiv ein. Seine Kolleginnen und Kollegen werden ihn als großzügigen, hilfsbereiten und warmherzigen Menschen erinnern, der nicht nur als langjähriges Betriebsratsmitglied stets ein offenes Ohr für andere hatte. Bis zuletzt war er in der Forschung international aktiv und inspirierte seine Mitmenschen mit seiner Leidenschaft für die Wissenschaft und das Thema der Parasitologie.

Dr. Martin Kalbe war ein über die Grenzen Deutschlands hinweg bedeutender und bekannter Parasitologe. Sein Forschungsschwerpunkt lag auf den gegenseitigen Anpassungen und Strategien eines kleinen Fisches, dem Dreistacheligen Stichling, und den vielen verschiedenen Parasiten, mit denen sich der Fisch in den Flüssen und Seen der holsteinischen Schweiz auseinandersetzen muß. Martin Kalbe untersuchte insbesondere die antreibende Funktion der Parasiten in diesem evolutionären Wechselspiel.

Der gebürtige Wuppertaler ist in Neustadt in Holstein aufgewachsen. Er studierte Biologie an der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen, wo er 1998 auch promovierte und im Anschluss daran noch zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete. Im Jahr 2000 kam Martin Kalbe wieder zurück in den Norden. Am Max Planck Institut für Evolutionsbiologie, damals noch Limnologie, in Plön arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Evolutionsökologie unter der Leitung von Manfred Milinski, später dann als Leiter der Forschungsgruppe „Parasitologie“.

 
Zur Redakteursansicht
loading content