Historische Ansichten

Blick auf Plön mit der Biologischen Station (rechts) am Großen Plöner See, 1892. Bild vergrößern
Blick auf Plön mit der Biologischen Station (rechts) am Großen Plöner See, 1892.
August Thienemann, 1918. Bild vergrößern
August Thienemann, 1918.

Geschichte des Instituts

Geschichte des Instituts

Das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie existiert unter diesem Namen seit März 2007. Zuvor trug das Institut den Namen MPI für Limnologie. Vorläuferinstitute waren die 1891 von Emil Otto Zacharias gegründete Biologische Station zu Plön, die 1917 von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als Hydrobiologische Anstalt unter der Leitung von August Thienemann übernommen wurde.
Die Deutsche Sundaexpedition von 1928/29, an der Thienemann maßgeblich beteiligt war, markiert den Beginn der tropischen Limnologie. Die Hydrobiologische Anstalt wurde 1948 von der Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Die "Fuldastation" (später Limnologische Flussstation) im hessischen Schlitz wurde dem Institut 1949 als Außenstelle angeschlossen.
1957 wurde Harald Sioli Geschäftsführender Direktor und selbständiger Abteilungsleiter der Hydrologischen Anstalt. Sie wurde 1966 umbenannt in MPI für Limnologie mit den Abteilungen Allgemeine Limnologie (Jürgen Overbeck) und Tropenökologie (Harald Sioli). 1978 erfolgte die Emeritierung Siolis. 1984 wurde die Abteilung Ökophysiologie unter Leitung von Winfried Lampert gegründet sowie die Arbeitsgruppe Tropenökologie unter Wolfgang Junk etabliert. Nach der Emeritierung Overbecks 1991 wurde die Limnologische Flussstation unter Peter Zwick zur selbständigen Arbeitsgruppe.

Die Max-Planck-Gesellschaft beschloß, das Institut mit einer neuen Forschungsrichtung fortzuführen – Evolutionsbiologie, aber den Standort Plön beizubehalten. 1999 wurde Manfred Milinski als erster Direktor der neuen Richtung berufen und die Abteilung Evolutionsökologie etabliert. Ende 2006 emeritierte Winfried Lampert und Diethard Tautz wurde als sein Nachfolger zum Leiter der Abteilung Evolutionsgenetik berufen. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Limnologische Flussstation nach der Pensionierung von Peter Zwick geschlossen. Wolfgang Junk ging 2007 in den Ruhestand und die Arbeitsgruppe Tropenökologie wurde aufgelöst. Erst nach der Emeritierung von Winfried Lampert, dem letzten Direktor der Richtung Limnologie, durfte 2007 das Institut in Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie umbenannt werden.

2008 nahm die selbständige Emmy-Noether Nachwuchsgruppe (DFG) "Evolutionary Dynamics" unter der Leitung von Arne Traulsen ihre Arbeit auf, die 2010 in die neue Forschungsgruppe für Evolutionstheorie überführt wurde. 2009 wurde John Baines als gemeinsamer Professor der Universität Kiel und des MPI im Rahmen des Exzellenzclusters "Inflammation at Interfaces" berufen. 2010 nahm die Max-Planck Forschungsgruppe "Experimental Evolution" unter der Leitung von Duncan Greig ihre Arbeit auf. 2011 wurde unter der Leitung von Lutz Becks erneut eine Emmy-Noether Nachwuchsgruppe, "Dynamiken von Artengemeinschaften", am Institut aufgenommen.
Im gleichen Jahr wurde Paul Rainey, Professor an der Massey University, Neuseeland, als Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und externes wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie ernannt. Er kommt jedes Jahr für einige Zeit nach Plön und leitet am Institut die Forschungsgruppe experimentelle und evolutionäre Genetik. 2014 wurde Eva Stukenbrock Professorin für Environmental Genomics an der Universität Kiel und gleichzeitig, mit eigener Forschungsgruppe, Umwelt-Genomik, Max-Planck-Fellow am Max Planck Institut für Evolutionsbiologie. Im gleichen Jahr wurde Arne Traulsen zum dritten Direktor am Institut und zum Leiter der Abteilung Evolutionstheorie berufen. 2015 nahm die Max-Planck Forschungsgruppe Verhaltensgenomik unter der Leitung von Miriam Liedvogel ihre Arbeit auf.

 
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