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Eva Stukenbrock neues Mitglied in bedeutendem internationalen Wissenschaftskolleg

Professorin für Umweltgenomik in Plön und Kiel erforscht als CIFAR-Fellow, wie Pilze Gesundheit, Ernährung und die Umwelt beeinflussen

28. August 2019

- Gemeinsame Pressemitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie Plön -

Das Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) in Toronto zählt zu den international führenden Wissenschaftskollegs und gilt als einer der aktuell bedeutendsten Thinktanks weltweit. Es vereint führende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, die gemeinsam Lösungen für globale Probleme in Gesundheit, Technik und Umwelt entwickeln. Seit der Gründung des Instituts gehörten ihm insgesamt 19 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger an, aktuell zählen über 400 wissenschaftliche Mitglieder aus 22 Nationen zu diesem renommierten Kreis. Seit Kurzem ist auch Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Fellow am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EB), Teil dieser Gemeinschaft wissenschaftlicher Vordenkerinnen und Vordenker. Gemeinsam mit einer Gruppe internationaler Expertinnen und Experten wird sie künftig dazu beitragen, die genetischen Grundlagen der Interaktionen von Pilzen und verschiedenen Wirtsorganismen, insbesondere im Hinblick auf die Krankheitsentstehung bei Mensch, Tier und Pflanze, zu erforschen.

Auszeichnung und Bestätigung zugleich

Seit 2019 CIFAR-Mitglied: Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der CAU und Fellow am MPI-EB in Plön. Bild vergrößern
Seit 2019 CIFAR-Mitglied: Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der CAU und Fellow am MPI-EB in Plön.

Die Entscheidung des kanadischen Komitees beruht insbesondere auf Stukenbrocks herausragenden Forschungen zu den Beziehungen von Pflanzen und Mikroorganismen, der ihnen zugrundeliegenden evolutionären Genomik und künftigen Anwendungen im nachhaltigen Pflanzenschutz. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf bestimmten Pilzen, die als Schädlinge den Weizenanbau bedrohen. An der CAU setzt sie sich zudem dafür ein, im von ihr geleiteten ‚Kiel Plant Center‘ (KPC) die Pflanzenforschenden verschiedener Disziplinen zusammenzuführen und gemeinsam wissenschaftliche Grundlagen für die Erhaltung der Pflanzengesundheit zu schaffen. „Unsere herzlichen Glückwünsche gehen an Eva Stukenbrock. Teil dieses einflussreichen Kreises von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu sein, ist ein wichtiger und verdienter Erfolg“, gratuliert Professorin Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin für Forschung. „Mit Stukenbrock beruft das CIFAR erneut eine Forschende der Uni Kiel in seine Reihen und bestätigt so, dass die Kieler Spitzenforschung auch auf der internationalen Bühne Gewicht hat“, so Schwarz weiter.

Pilze – Eine unscheinbare Welt voller Potenzial

Neben Tieren und Pflanzen bildet das zunächst unscheinbare Reich der Pilze die dritte große Domäne des Lebens auf der Erde. Es umfasst von essbaren Exemplaren bis hin zu problematischen krankheitserregenden Pilzen rund sechs Millionen Arten, die die Gesundheit, Ernährungssicherheit und die Umwelt im Allgemeinen auf vielschichtige Weise beeinflussen. Dabei sind insbesondere die potenziellen Gefahren, die von Pilzen ausgehen und zum Beispiel zu Epidemien oder dramatischen Ernteeinbußen führen können, nicht zu unterschätzen. Gleichzeitig sind Pilze der Ursprung vieler hilfreicher Stoffe und liefern zum Beispiel die Grundlage antibiotischer Wirkstoffe oder unverzichtbare Zutaten für eine Vielzahl von Lebensmitteln.

Die Erforschung dieser vielfältigen und komplexen Potenziale, die das Reich der Pilze beherbergt, verlangt nach einem transdisziplinären wissenschaftlichen Ansatz. Das CIFAR schafft mit dem neuen Forschungsbereich „The Fungal Kingdom: Threats & Opportunities“ (Deutsch: „Das Reich der Pilze: Gefahren & Potenziale“) dafür ideale Bedingungen: Künftig werden 14 Expertinnen und Experten die zahlreichen Facetten der Pilz-Biologie aus verschiedenen Perspektiven erforschen, um Strategien zur Beherrschung der von ihnen ausgehenden Risiken und zur Nutzung ihres Potenzials zu entwickeln.

Beitrag zu einer großen Aufgabe

„Das Fellowship bedeutet eine besondere Anerkennung meiner Arbeit, für die ich sehr dankbar bin“, freut sich Stukenbrock. „Das CIFAR gibt mir damit die Möglichkeit, unsere transdisziplinäre Forschung an Pflanzenschädlingen auch auf internationaler Ebene weiterzuführen. Dieser zusätzliche Impuls wird uns dabei helfen, in Zukunft in Kiel, Plön und im internationalen Verbund Lösungsansätze zum Wohle der Pflanzengesundheit und Ernährungssicherheit zu entwickeln“, so Stukenbrock weiter.

Über das Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR):
Aufgabe des CIFAR ist seit seiner Gründung 1982, interdisziplinäre Forschungsteams unter Beteiligung führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu schaffen, die sich wissenschaftlichen Themen mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz widmen. Zurzeit bearbeiten über 400 Forschende aus rund 130 Institutionen weltweit 13 fachübergreifende Forschungsprojekte mit zum Beispiel lebenswissenschaftlichen, sozialen oder technischen Fragestellungen. Dafür steht den CIFAR-Forschungsteams ein jährliches Gesamtbudget von umgerechnet rund 28 Millionen Euro zur Verfügung.

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Seit 2019 CIFAR-Mitglied: Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der CAU und Fellow am MPI-EB in Plön.
© Stefan Kolbe, Uni Kiel
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