Fluoreszenzmarkierte Chromosomen in Rot und Grün auf dunkelblauem Hintergrund, links schematische Darstellung.

Forschungsgruppe Meiotische Rekombination und Genominstabilität

Die Forschungsgruppe „Meiotische Rekombination und Genominstabilität“ untersucht, wie genetische Information während der Meiose präzise neu kombiniert wird und wie diese Prozesse die Fertilität, die Genomevolution und die reproduktive Isolation beeinflussen.

Im Zentrum unserer Forschung steht die Frage, wie Rekombinationsereignisse im Genom kontrolliert werden, wie fehlerhafte Rekombination erkannt und verhindert wird und wie sich diese Mechanismen im Verlauf der Evolution verändert haben. Obwohl die Meiose eine grundlegende Voraussetzung sexueller Fortpflanzung ist, zählen die molekularen Mechanismen der Rekombinationskontrolle und meiotischen Qualitätskontrolle noch immer zu den am wenigsten verstandenen Prozessen der Vertebratenbiologie.

Unsere Arbeiten verbinden Molekulargenetik, Evolutionsbiologie, Bioinformatik und Reproduktionsmedizin. Wir analysieren de-novo Rekombinationsereignisse direkt in Keimzellen, entwickeln neue computergestützte Methoden zur Untersuchung hochvariabler Genomregionen und vergleichen Rekombinationsmechanismen zwischen verschiedenen Wirbeltierarten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Evolution von Rekombinationslandschaften und meiotischen Kontrollsystemen. Unsere Forschung konnte zeigen, dass Rekombinationsmechanismen evolutionär deutlich dynamischer sind als lange angenommen und dass regulatorische RNA-Moleküle aktiv an der Kontrolle meiotischer Qualitätsmechanismen beteiligt sind.

Darüber hinaus untersuchen wir, wie unterschiedliche Organismen alternative Wege entwickelt haben, um Fertilität und Genomstabilität auch nach tiefgreifenden evolutionären Veränderungen zentraler Rekombinationsmechanismen aufrechtzuerhalten.

Die Forschungsgruppe wurde durch die Max-Planck-Gesellschaft, durch die IMPRS für Evolutionsbiologie, durch Projektförderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt, darunter die Projekte „Meiotische Rekombinationsregulation – in der funktionellen Meiose und in Hybridsterilität“ sowie „Reaktivierung ursprünglicher Rekombinationsmechanismen in Vertebraten“.

  • DFG-Projekt: Meiotische Rekombinationsregulation
  • DFG-Projekt: Reaktivierung ursprünglicher Rekombinationsmechanismen in Vertebraten, sowiedurch die Studienstiftung des Deutschen Volkes unterstützt.
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