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Dr. Tobias L. Lenz
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Öffentlicher Abendvortrag:
Die Evolution einer optimalen Immunantwort –
Warum wir nicht gegen alle Krankheiten gleichzeitig immun sein können

Öffentlicher Abendvortrag am 05. November um 19 Uhr im Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie

24. Oktober 2019

Dr. Tobias Lenz gibt Einblicke in das menschliche Immunsystem und welche evolutionären Prozesse dazu geführt haben, unseren Körper bestmöglich vor Krankheiten zu schützen.

Die sechste Runde der öffentlichen Abendvorträge am Plöner Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie startet im November. In diesem Jahr beginnt der Forschungsgruppenleiter Dr. Tobias Lenz unsere Vortragsreihe. Er wird veranschaulichen, wie sich unser Immunsystem entwickelt hat, wie es funktioniert und warum sich unser Körper nicht gegen alle Krankheiten gleichzeitig wehren kann.

Der Vortrag findet am 05.11.2019 um 19 Uhr im Hörsaal des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön statt. Er ist der erste Teil einer wintermonatlichen Vortragsreihe, in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Forschung des Institutes an wichtigen evolutionsbiologischen Themen erklären. Diese Veranstaltungen richten sich an alle interessierten Personen, Fachwissen wird nicht vorausgesetzt.

Die Evolution einer optimalen Immunantwort

Wir alle sind immer und überall von potentiellen Krankheitserregern umgeben. Hierzu zählen Bakterien, Viren oder Parasiten. Alle Lebewesen haben daher Schutzfunktionen entwickelt, die es ihnen ermöglichen, sich gegen für sie gefährliche Organismen zu wehren. Höhere Lebewesen besitzen ein körpereigenes Abwehrsystem, das Immunsystem, mit dessen Hilfe sie fremde Organismen im Körper und fehlerhafte eigene Körperzellen erkennen, bekämpfen und zerstören können. Somit ist das Immunsystem unser wichtigster Schutz gegen eine Vielzahl an Krankheiten und hält uns in den meisten Fällen gesund.

Der Vortrag von Tobias Lenz wird interessante Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse geben: Wie schafft es unser Körper, sich jeden Tag erneut gegen die ihn umgebenden Krankheitserreger zu wehren und warum gelingt dies manchen Menschen besser als anderen? Wie kann der Körper zwischen körperfremden und körpereigenen Zellen unterscheiden?

Die Forschungsgruppe für Evolutionäre Immungenomik beschäftigt sich mit den Interaktionen zwischen Wirten und ihren Parasiten und untersucht, wie diese Prozesse sich auf die Evolution des Immunsystems auswirken. Bild vergrößern
Die Forschungsgruppe für Evolutionäre Immungenomik beschäftigt sich mit den Interaktionen zwischen Wirten und ihren Parasiten und untersucht, wie diese Prozesse sich auf die Evolution des Immunsystems auswirken. [weniger]

Tobias Lenz wird in seinem Vortrag anschaulich aufgezeigen, wie unser Immunsystem Krankheitserreger erkennt, warum hierbei manchmal Fehler passieren, und warum unser Körper sich nicht gegen alle Krankheiten gleichzeitig wehren kann. Außerdem wird erläutert, welche evolutionären Prozesse dazu geführt haben, dass unser Immunsystem uns im Allgemeinen doch gegen die allermeisten Krankheiten schützt.

Forschungsinhalte

Tobias Lenz ist Leiter der Emmy-Noether-Forschungsgruppe „Evolutionäre Immungenomik“. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich hauptsächlich mit den Fragestellungen, welche evolutionären Faktoren die vielfältigen Funktionen des Immunsystems beeinflussen. Hierbei ist für die Gruppe von besonderem Interesse, wie die komplexe Maschinerie des Immunsystems die äusserst feine Balance zwischen der Erkennung von möglichst vielen Krankheitserregern auf der einen Seite, aber der Vermeidung von Immunreaktionen gegen körpereigene Zellen auf der anderen Seite findet.

Ziel dieser Forschung ist es Erkenntnisse zu gewinnen, die etwas zum grundlegenden Verständnis der Evolution des Immunsystems beitragen.

weitere Veranstaltungen der Vortragsreihe

Im Rahmen der Vortragsreihe sind drei weitere Veranstaltungen geplant:

Am 03.12.2019 wird Prof. Berhard Haubold erläutern, wie man einen Stammbaum errechnet.
Im nächsten Jahr dann wird zunächst Dr. Christian Hilbe, einer der neuen Forschungsgruppenleiter des MPIs, am 04.02.2020 einen Einblick in die „Die Mathematik der Kooperation“ geben. Einen Monat später wird uns Dr. Frederic Bertels am 03.03.2020 das Thema „Leben auf kleinstem Raum - Das Bakteriengenom als Lebensraum für Nanolebewesen" näher bringen.

Bitte beachten Sie, dass es wenige Parkmöglichkeiten im Bereich des Instituts gibt.

KM

 
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